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Wie viel kostet eine Website?

Andre Riechert

Andre Riechert

CEO

Bei DIY Website-Baukasten-Anbietern wie Jimdo, 1&1 oder Wix können Sie sich Ihre Website schon für 9€ pro Monat erstellen. Ihnen stehen Standardlayouts und viele Standardfunktionen zur Verfügung. Zusätzlich bekommen Sie eine Domain, unter der Sie Ihre Website im Internet veröffentlichen können.

Kleine Agenturen und spezialisierte Dienstleister bieten Websites schon für mehrere 1000€ an, je nach Agentur geht es aber auch schnell Richtung 10.000€. Soll in die Website noch eine Web-Applikation integriert werden, liegen Angebote auch schnell im niedrigen sechsstelligen Bereich. Beauftragen Sie eine Enterprise-Agentur mit der Umsetzung Ihrer Homepage, reichen aber auch 100.000€ schnell nicht mehr aus.

Bedingt durch die großen Preisunterschiede kann man sich auf Kundenseite schon zurecht die Frage stellen, warum Websites so eine große Preisspanne haben und was es eigentlich kostet, sich eine Website erstellen zu lassen. Wir gehen dieser Frage aus Sicht einer professionellen Website-Agentur für Sie auf den Grund und zeigen auf, wie sie die Leistungen verschiedener Anbieter und Agenturen besser einschätzen können. Im Folgenden finden Sie 10 Punkte, die Sie beachten sollten:

1. Eine professionelle Website ist eine Dienstleistung, kein Produkt

Wenn Sie Angebote für Ihre Website bei einer seriösen Agentur anfragen, wird Ihnen kein Standardprodukt, sondern eine Dienstleistung angeboten. Je nach Anforderungen besteht dieses Angebot aus verschiedenen Elementen wie z. B. einer Beratung, dem Design, der Entwicklung und ggf. der Erstellung und Produktion von Texten, Bildern, Grafiken und Videos etc.

DIY-Website-Builder und auch so mancher auf Websites spezialisierter Anbieter bieten ihren Kunden hingegen ein Standardprodukt an. Das Produkt hat verschiedene Leistungsabstufungen in verschiedenen Paketen. Diese Pakete bestehen aus einer Vielzahl an Leistungen und einem Set an vordefinierten Designvorlagen. Das Einstiegsprodukt für 9€ enthält nur Grundfunktionen und der Kunde kann max. 10 Seiten erstellen. Für 39€ erhält der Kunde das „Rundum-Sorglos-Paket“ mit zusätzlichen Funktionen und unbegrenzter Seitenanzahl. Zudem können weitere Leistungen wie E-Mails, Suchmaschinenoptimierung etc. je nach Bedarf jederzeit hinzugebucht werden.

Bei einer Agentur startet nach der Beauftragung Ihrer neuen Website ein Kreativprozess, in dem für Sie eine einzigartige Website erstellt wird, die maßgeschneidert auf die Bedürfnisse Ihres Unternehmens und die Ihrer Kunden ist. Ein Preisvergleich von Angeboten verschiedener Agenturen ist schwierig, denn jede Website ist anders und die Ansätze der Agenturen für Design- und Entwicklungsprozesse können von Agentur zu Agentur sehr unterschiedlich sein.

Bei einem DIY-Website-Anbieter müssen Sie, wie es der Name „Do it yourself“ schon sagt, selbst Ihre Website erstellen. Sie müssen sich hier selbst einlesen und mit der Software des Anbieters auseinandersetzen.

2. Angebote sind subjektiv

Jede Agentur hat einen anderen Kreativprozess, um zum finalen Ergebnis zu kommen. Einige Agenturen verwenden und optimieren bestehende Vorlagen (sogenannte Templates), um eine gut-aussehende Seite für kleine Unternehmen zu erstellen. Hier wird das Logo des Kunden eingesetzt und die Farben an das Unternehmen angepasst. Andere Agenturen durchlaufe einen umfangreichen Designprozess und erstellen Entwürfe, um in Zusammenarbeit mit dem Kunden die gestalterische Richtung der Website festzulegen.

Bei größeren Websites kann neben der Entwicklung der Website auch das Designen der Benutzeroberfläche (UI) ein langwieriger Prozess sein. Hier wird ein erfahrener Designer benötigt, welcher eine Benutzeroberfläche mit einer guten Benutzererfahrung (UX) gestaltet. In diesem Prozess können auch Tester eingesetzt werden, um die gestaltete Benutzeroberfläche auf eine optimale Benutzererfahrung zu testen. Anhand der Ergebnisse wird die Benutzeroberfläche dann weiter verbessert und optimiert. Sind die Ansprüche und Anforderungen eines Kunden an die Website hoch und es wird mehr Budget zur Verfügung gestellt, kann sich die Agentur für viele Details entsprechend mehr Zeit nehmen.

Basierend auf Ihrem Website-Briefing und vergangenen Erfahrungen mit anderen Website-Projekten und Aufträgen wird jede Agentur die Kosten für die Umsetzung basierend auf deren angebotenen Leistungen etwas anders einschätzen.

3. Die verschiedenen Arten von Anbietern und Agenturen

  • DIY-Website-Baukasten-Anbieter – diese Anbieter bieten ihren Kunden standardisierte Produkte, mit denen diese eigenständig ihre Website erstellen und veröffentlichen können. Dies ist vor allem für Unternehmen geeignet, bei denen niedrige Kosten die höchste Priorität haben.
  • Freelancer – ein guter Freelancer/Einzelunternehmer kann schwer zu finden sein. Er eignet sich gut für andere Einzel- oder kleine Unternehmen, die etwas mehr persönlichen Service benötigen. Freelancer sind in der Regel Spezialisten in einem Bereich wie der Entwicklung, dem Design oder der Erstellung von Inhalten. Da bei einer Website viele Bereiche verein werden müssen, arbeiten manche Freelancer auch mit Partnerunternehmen zusammen.
  • Kleine Agentur – in der Regel die kostengünstigste Option für einen professionellen Service, jedoch möglicherweise etwas eingeschränkt in Bezug auf die gestalterischen und technischen Fähigkeiten der Agentur. Eine kleine Agentur sollte normalerweise über zahlreiche Fachleute verfügen, um für ihre Kunden maßgeschneiderte Websites zu erstellen.
  • Mittelgroße Agentur (z. B. Jubelsturm) – gut etabliert mit viel Erfahrung und Wissen im Bereich der Websiteerstellung. Kann Referenzen aus verschiedenen Branchen nachweisen. Sie zahlen mehr für tief greifendes Fachwissen, langjährige Erfahrung und Beratung für ein maßgeschneidertes High-End-Produkt. Mit ihren Fähigkeiten und Erfahrungen eignet sich diese Agentur perfekt für Unternehmen aller Größen und Branchen.
  • Große Agentur – sind bekannte Agenturen mit viel Erfahrung und erfahrenem Fachpersonal. Perfekt für größere Unternehmen, die im großen Stil in die Erstellung und Umsetzung einer kompletten maßgeschneiderten digitalen Strategie investieren möchten. Es entstehen hohe Kosten, dafür haben Sie aber ein großes Expertenteam an Ihrer Seite, welches an Ihrem Projekt arbeitet.
  • Enterprise Agentur – arbeiten nur für sehr große nationale und internationale Unternehmen mit sehr hohen Budgets. Diese Agenturen helfen Unternehmen z. B. dabei eine komplette digitale Strategie umzusetzen und/oder agieren innerhalb globaler Agenturnetzwerke, um die Marken des Kunden auf internationaler Ebene zu betreuen. Hierbei macht die Erstellung der Website nur einen kleinen Teil des Gesamtauftrags aus.

4. Die verschiedenen Arten von Websites

  • Standardwebsite (Template) – ein Template ist eine vorgefertigte Website, die bereits über ein Layout und einer Struktur verfügt. Es können eigene Bilder und Texte hinzugefügt und leichte Änderungen z. B. an den Farben des Layouts vorgenommen werden.
  • Website für kleine Unternehmen – eine kostengünstige Website mit einzigartigem Design, auf der potenziellen Kunden Ihre Produkte und Dienstleistungen vorgestellt werden. Bis zu 10 Seiten.
  • Website für mittelständische Unternehmen – eine umfangreiche Informationsquelle mit einem einzigartigen Design und einer Vielzahl von Funktionen, welche auf die Anforderungen des Unternehmens zugeschnitten sind. Enthält z. B. einen Blog-Bereich, Fallstudien oder verschiedene angepasste Kontaktformulare etc. Umfang von 10-50 Seiten.
  • Große Unternehmen – eine High-End-Website für große Unternehmen. Enthält normalerweise eine große Menge an Inhalten sowie angepasste Funktionen wie einem Filialfinder bis hin zu in die Website integrierten Web-Applikationen. Angepasstes Contentmanagement-System an die Anforderungen des Unternehmens. Haben in der Regel 50+ bis hin zu mehreren Hundert oder Tausenden Seiten.
  • Kleine E-Commerce Website – ein Online-Shop mit bis zu mehreren Hundert Produkten. Basiert normalerweise auf einem benutzerfreundlichen System wie WordPress / WooCommerce oder wird bei einem Anbieter wie Shopify betrieben.
  • Große E-Commerce Website – eine E-Commerce-Website, auf der Tausende von Produkten verkauft werden. Oft integriert mit einem Warenmanagementsystem, einer Finanzsoftware, Auftragsverwaltung und verschiedenen Online-Marktplätzen.
  • Webanwendung (auch Web-Apps) – wie z. B. ein soziales Netzwerk, eine Plattform/Service für Endkunden, ein Unternehmens-Intranet sind dynamische Websites mit Webapplikationen zur Lösung von Benutzerproblemen. Hier kann der Benutzer Daten eingeben und in unterschiedlichen Ausmaßen mit der Website agieren. Webanwendungen werden individuell nach Anforderung programmiert und enthalten eine Datenbankanbindung. Aufgrund der Komplexität von Webanwendungen erfordern sie häufig eine erhebliche Vorinvestition. Eine laufende Verbesserung und Aktualisierung der Software sind häufig erforderlich.

5. Website-Briefing

Ein Website-Briefing (auch Website-Spezifikation genannt) ist ein wichtiger Ausgangspunkt für jedes Website-Projekt. Die Spezifikationen können sehr unterschiedlich sein – manche sind viele Seiten lang und beschreiben jeden einzelnen Bereich der Website und/oder Webanwendung im Detail. Andere Briefings konzentrieren sich auf allgemeine Fragen rund um das Unternehmen und die Ziele der Website.

Hier können Sie unseren Ratgeber zum Thema Website-Briefing lesen. Zu berücksichtigen sind folgende Punkte:

  • Informationen zum Unternehmen
  • Definition der Zielgruppe(n)
  • Ziele der Website
  • Links zu Websites von Konkurrenten und Websites, die Sie mögen
  • Beschreibung des Look & Feel der Website
  • Technische Merkmale und Anforderungen
  • Anforderungen an die Website im Unternehmen
  • Inhalte
  • Hosting, Support & Wartung
  • Online-Marketing & SEO
  • Zeitplanung / Deadline
  • Erfolgsmessung
  • Budget

6. Der Entwicklungs- und Designprozess

Auf Kundenseite besteht die Tendenz, Websites der Konkurrenz oder vergleichbare Websites zu betrachten und die damit verbundenen Kosten völlig unverhältnismäßig zum jeweils präsentierten Ergebnis einzuschätzen. Oft wird hier die Arbeit hinter den Kulissen, um dieses Endergebnis überhaupt zu erzielen, nicht gesehen. Der Wert der Arbeit einer Agentur liegt dabei oft in dem Prozess, um überhaupt zu diesem qualitativ hochwertigen Endergebnis zu gelangen.

Da die Interessen vieler verschiedene Akteure im Unternehmen wie Geschäftsführung, Marketing- und Vertriebsabteilung etc. zu berücksichtigen sind, ist es nicht ungewöhnlich, dass für eine Website verschiedene Designvarianten ausgearbeitet werden und anhand des Kundenfeedbacks Änderungen und Optimierungen an diesen vorgenommen werden, bis der Kunden sich für eine finale Variante entschiedet.

In der Regel durchläuft ein Website-Projekt die folgenden Phasen:

  • Beratung und Kick-off
  • Konzeptentwicklung
  • Arbeiten am Branding und Corporate Design
  • Entwicklung eines grafischen Konzepts (Webdesign)
  • Entwicklung und Umsetzung der Website
  • Tests & Optimierung
  • Veröffentlichung (Deployment)

In diesen Phasen arbeitet in einer Agentur ein individuell zusammengestelltes Team an dem Projekt, wobei ein Projektmanager das Projekt auf Kurs hält.

7. Wertorientierte Vergütung vs. Std.-Satz

Die Vergütung des Zeitaufwands nach Std.-Satz kann eine Reihe von Problemen verursachen. Vor allem aber belohnt dieser Vergütungsansatz Quantität vor Qualität. Zudem löst die Verwendung der Ressourcen der Agentur zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer häufig Diskussionen darüber hervor, ob der Zeiteinsatz für eine Aufgabe angemessen und gerechtfertigt war oder nicht.

Die meisten Agenturen verfolgen bei der Preisgestaltung einen wertorientierten Ansatz. Die Agentur bietet dem Kunden hierbei die Erstellung einer Website auf Basis seiner Wertvorstellung in Kombination mit dem Website-Briefing, dem groben Budget und des gewünschten Fertigstellungstermins unter Berücksichtigung ihrer internen Kosten an.

8. Hosting und Support

Beim Hosting wird Ihre Website auf einem Computer gespeichert, sodass Benutzer auf diese über das Internet zugreifen können. Diese leistungsstarken Computer (Server) stellen alle Dateien und Daten Ihrer Website 365 Tage im Jahr und 24 Std. am Tag ohne Unterbrechung zur Verfügung.

Beim Hosting gibt es verschiedene Arten:

  • Shared Hosting (am beliebtesten) – hierbei werden mehrere Websites auf einem Server gehostet, um Kosten zu teilen. Die Ressourcen des Servers werden hier von allen geteilt.
  • Virtual Private Server (VPS) – hierbei ist ein physischer Server in einzelne virtuelle Server mit jeweils eigenen, festen Ressourcen aufgeteilt.
  • Cloud Server-Hosting – ist ein virtueller Server, der auf mehreren physischen Servern ausgeführt wird, um bei Lastspitzen eine problemlose Skalierung zu ermöglichen.
  • Root Server – ist ein Server eigenständiger Server, auf den man volle Kontrolle und Zugriffsmöglichkeiten hat. Perfekt für komplexe Webanwendungen und vielen Datenbankaktivitäten.

Die meisten Agenturen kombinieren die Kosten für das Hosting und den Support für die Website innerhalb einer monatlichen Zahlung. Für den Support der Website wird in der Regel mit Ihrer Agentur eine Vereinbarung über den Umfang der nötigen Supportzeit getroffen. Diese Supportzeit wird dann dafür verwendet, um Sie bei Aktualisierungen und Änderungen zu unterstützen. Im Rahmen der Supportvereinbarung sollte außerdem Ihr CMS, alle Plug-ins sowie eine mögliche Webanwendung auf dem neusten Stand gehalten werden.

9. Marketing

Unabhängig von den Kosten Ihrer Website sollte auch ein Budget für Marketingaktivitäten berücksichtigt werden. Dies ist besonders wichtig für ganz neue Websites oder Online-Shops. Hierzu stehen eine ganze Reihe von Kanälen im Bereich des „digitalen Marketings“, wie z. B. SEO, Google Ads, Facebook Ads, die Erstellung von Inhalten, Newsletter-Marketing etc. zur Verfügung, um Ihr Angebot im Internet bekannt zu machen.

Wird eine bestehende Website neu gestaltet, ist es gerade für die Suchmaschiennoptimierung wichtig, dass der Relaunch der Website richtig vorbereitet wird. Geschieht dies nicht, droht der Verlust von wichtigen Rankings und somit auch der Verlust von Traffic und potenziellen Kunden.

Beim Start einer komplett neuen Website können Sie ohne begleitende Marketingaktivitäten keine Besucher erwartet, egal ob online oder offline.

10. Die tatsächlichen Kosten für eine Website

 DIY (Jimdo)FreelancerKleine AgenturMittlere AgenturGroße AgenturEnterprise
Standard9€/Monat250€ - 1.000€500€ - 2.000€n. a.n. a.n. a.
kleine Website9€/Monat500€ - 2.500€ 750€ - 2.500€5.000€ - 10.000€n. a.n. a.
mittlere Website15€/Monat1.000€ - 4.000€2.000€ - 6.000€7.500€ - 15.000€25.000€+ n. a.
große Website39€/Monat3.000€ - 10.000€4.000€ - 10.000€15.000€ - 50.000€ 50.000€+ 50.000€+
kleiner Shop15€/Monat1.000€ - 3.000€1.500€ - 5.000€10.000€ - 20.000€25.000€+n. a.
großer Shopn. a.3.000€ - 12.000€ 4.000€ - 15.000€20.000€ - 75.000€50.000€+ 50.000€+
Webanwendungn. a.5.000€+ 5.000€+ 20.000€ - 100.000€50.000€+100.000€+

Denke Sie daran, dass die Kosten für Ihre Website maßgeblich von Ihrem Website-Briefing und den Spezifikationen abhängen, die Sie der Agentur vorgeben. Gerne erstellen wir Ihnen ein individuelles Angebot für Ihre neue Website. Füllen Sie hierfür einfach unser Website-Briefing-Formular aus.

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